PROXIDRUGS

Innovative Therapien für humane Erkrankungen

Koordination: Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main; Partner: Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie IME, Institutsteil Translationale Medizin und Pharmakologie TMP, Frankfurt am Main; Technische Universität Darmstadt

Was macht den Zukunftscluster-Finalisten aus?

Die junge Substanzklasse der proximity- (d. h. durch Nähe) induzierten Wirkstoffe erlaubt den gezielten Abbau von krankheitsrelevanten Proteinen und eröffnet damit neue Therapieoptionen bei einer Vielzahl von Erkrankungen – speziell bei solchen, für die bislang eine therapeutische Lücke besteht. Noch steht die systematische Entwicklung dieser Medikamentenklasse am Anfang. Die aus der Biochemie, Chemie und Pharmazie stammenden Akteure von PROXIDRUGS nutzen die Forschungserkenntnisse zu solchen „proximity-induced drugs", um bessere Therapien für onkologische, entzündliche, infektiöse und kardiovaskuläre Erkrankungen sowie neurodegenerative Erkrankungen zu entwickeln. Durch die Partnerschaft mit forschenden regionalen Pharmaunternehmen kann PROXIDRUGS alle wichtigen Schritte der Wertschöpfungskette zur präklinischen Medikamentenentwicklung abbilden und einen zügigen Technologietransfer gewährleisten.

Welche Vorteile bringt der Ansatz für den Innovationsstandort Deutschland?

Bisherige Studien lassen vermuten, dass sich rund 80 % der schädlichen, krankheitsrelevanten Proteine durch proximity-basierte Arzneimittel zielgerichtet abbauen lassen. Im Rhein-Main-Gebiet ist in europaweit einzigartiger Weise sämtliche auf akademischer und industrieller Seite benötigte Expertise in diesem Feld vorhanden. Zudem birgt der Ansatz ein großes Verwertungspotenzial für Deutschland – sowohl für die innerhalb des Konsortiums neu zu entwickelnden Moleküle als auch für die damit verbundenen Konzepte und Produktionsverfahren.