DATA

Data-Activated Technology in Ageing

DATA ist der Kern einer neuen transdisziplinären Innovationskultur für die grundlagenbasierte klinische Alternsforschung in der Region Köln. Im branchenübergreifenden Verbund mit Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft sollen Anwendungen entstehen, die den medizinischen sowie sozialen Herausforderungen des Alterns begegnen.

Datensammlung und Stethoskop - medizinische Auswertung
©shahrilkhmd - stock.adobe.com

Warum „Zukunftscluster-Finalist“?

In der 2. Wettbewerbsrunde wurden im Februar 2021 aus 117 eingereichten Skizzen 15 Zukunftscluster-Finalisten ausgewählt, die in einer sechsmonatigen Konzeptionsphase ihre Clusterstrategie entwickeln sollen. Mitte 2022 wird eine unabhängige Jury schließlich jene Zukunftscluster auswählen, die ihre Strategien in der ersten dreijährigen Umsetzungsphase verwirklichen können.

Hintergrundinformationen zu DATA

Mit den folgenden Texten stellt sich der Zukunftscluster-Finalist persönlich vor.

DATA komplementiert die Wertschöpfungskette in der Alternsforschung und beschleunigt den Transfer innovativer Forschungsergebnisse in die Erprobung und Anwendung durch Einbindung älterer Menschen. Dafür kommen die biomedizinischen, klinischen, technischen und versicherungswirtschaftlichen Disziplinen zusammen. So entsteht ein einzigartiges Innovationsnetzwerk in der Region Köln, das einerseits etablierte Kooperationen mit Partnern verschiedener Branchen und Unternehmensgrößen vertieft und andererseits neue Kooperationen initiiert sowie Unternehmensgründungen anstößt. Forscherinnen und Forscher sowie zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure werden enger verzahnt und innovationsfördernde Dienstleister werden integriert. DATA erzeugt eine gemeinsame, datenbasierte Denkweise und fördert somit evidenzbasierte Forschung und Entwicklung.

Die grundlagenorientierte Alternsforschung des Exzellenzclusters CECAD (Cellular Stress Responses in Aging-Associated Diseases) entschlüsselt molekulare und zelluläre Prozesse des Alterns bis hin zu klinischen Fragen altersassoziierter Erkrankungen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Fakultäten der Universität zu Köln, des Max-Planck-Instituts für Biologie des Alterns, des Max-Planck-Instituts für Stoffwechselforschung und des Deutschen Zentrums für Degenerative Erkrankungen haben sich mit der Gründung des CECAD zum Ziel gesetzt, diese beiden Ansätze langfristig zusammenzuführen. Sie entwickeln eine zukunftsorientierte und personalisierte Medizin für Ältere, die altersassoziierte Erkrankungen vor dem Hintergrund molekularer und zellulärer Alterungsprozesse behandelt. Die multifaktorielle Komplexität des Alterns erfordert die Zusammenführung vielfacher Kompetenzen und Branchen, welche auf der weltweit anerkannten Leistungsfähigkeit des CECAD aufbauen können.

 In der Konzeptionsphase erarbeitet DATA die Strategie und das Design der einzugliedernden Projekte. Im aktiven Austausch mit Akteurinnen und Akteuren aus Wissenschaft und Wirtschaft der Metropolregion Köln erstellt die Universität zu Köln ein Konzept, das die grundlagenorientierte Alternsforschung mit klinischen Fragen und Lösungsansätzen für altersbedingte Einschränkungen verknüpft.

Auf einen Blick
  • Projektlaufzeit: 01.10.2021 bis 31.03.2022
  • Zuwendung des Verbundes: 189.263,70 €
  • Zuwendungsempfänger: Universität zu Köln, Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns

Der wachsende Anteil älterer und sehr alter Menschen stellt die Gesellschaft vor neue medizinische, soziale und ökonomische Herausforderungen. Laut Statistischem Bundesamt wird sich der Anteil der über 80-Jährigen bis 2050 verdoppeln. Das Erreichen eines hohen Lebensalters ist neben einer zunehmenden Erkrankungsgefahr (Multimorbidität) oftmals auch mit gesellschaftlicher Ausgrenzung aufgrund nachlassender Teilhabemöglichkeiten und somit einer Abnahme an Lebensqualität verbunden. Die Förderung der Digitalisierung des Gesundheitssystems, aktiver und gesunder Lebensstile und personalisierter Therapien sind dringende Aufgaben angesichts fragiler Sozialsysteme und hoher gesamtgesellschaftlicher Aufwendungen für die Gesundheit. Hier will DATA einen Beitrag leisten und neue Erkenntnisse aus der Alternsforschung in die Anwendung überführen, sodass langfristig die Lebensqualität älterer Bevölkerungsschichten steigt.