Die Jury empfiehlt, das BMFTR entscheidet

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat eine unabhängige Jury mit namhaften Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft berufen, um den Auswahlprozess und die Übergänge in nächsten Umsetzungsphasen zu begleiten. Die Jury unterstützt das BMFTR mit ihren Empfehlungen bei seinen Entscheidungen.

Gruppe sitzt in gläsernem Besprechungsraum. Im Hintergrund geht die Sonne hinter einer Skyline unter.
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Die 14-köpfige Jury identifizierte zu Beginn Kandidaten, die mit Blick auf die Förderkriterien dieüberzeugendsten Ideen, Konzepte und Strategien für einen Zukunftscluster vorlegten. Für die vielversprechendsten Beiträge sprach die Jury eine Förderempfehlung aus. Der Wettbewerb ist themenoffen gestaltet, entsprechend vielfältig sind die Branchen und Forschungsfelder der heute 14 Zukunftscluster. Die Jury-Mitglieder decken daher auch eine große Bandbreite von Themen ab: Wirtschaft, Naturwissenschaften, Informatik, Ingenieurswissenschaften, Umweltwissenschaften und Soziologie. Den Vorsitz der Jury teilen sich Professorin Dr. Birgitta Wolff, Rektorin der Bergischen Universität Wuppertal, und Dr. Ralf Kuschnereit, Mitglied des Vorstands der JENOPTIK AG. Auch für die Jury ist der Auswahlprozess eine besondere Aufgabe. Gemeinsam mit den Zukunftsclustern wollen sie wichtige Impulse für Deutschland setzen.

Prof. Dr. Birgitta Wolff, Juryvorsitzende

„Noch immer klagen wir in Deutschland darüber, dass wir in unseren Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen ein großes Portfolio an zukunftsweisenden Ideen und Technologien entwickeln, diese aber nicht den Weg in ihre Anwendungen und Märkte finden. Die Zukunftscluster bieten eines der Toolsets, die hier Abhilfe schaffen sollen. In der engen Verbindung zwischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen bzw. Unternehmensnetzwerken soll das „Umsetzungs-Gap“ vermindert werden. In den Clustern finden sich Partner, die lernen sich wechselseitig zu verstehen, sich zu vertrauen und die Bälle zuzuspielen, so dass die Potenziale guter Inventionen zu Innovationen werden. Die ersten Evaluationsrunden zeigen ein variantenreiches Spektrum von Wegen, Cluster erfolgreich werden zu lassen, so dass exzellente Forschung tatsächlich für die Zukunftsfähigkeit des Landes wirksam wird.“

Als unabhängiges Gremium war die Jury bereits am Auswahlprozess in den Wettbewerbsrunden beteiligt. Nun begleitet sie die Entwicklung der Zukunftscluster in den einzelnen Umsetzungshasen kontinuierlich über den gesamten Förderzeitraum von bis zu neun Jahren. Vor Beginn jeder neuen Umsetzungsphase gilt es, die Jury mit den erzielten Arbeitsfortschritten vom Potenzial und Erfolg der Zukunftscluster zu überzeugen und so eine Empfehlung für eine weitere Förderung zu erhalten.

Dr. Ralf Kuschnereit

„Deutschland verfügt über exzellente Forschung und starke Ideen. Als Innovationsstandort haben wir jedoch an Boden verloren, den wir dringend wieder gewinnen müssen. Förderinitiativen wie clusters4future setzen genau hier an: Sie stärken die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gründungen und schaffen Rahmenbedingungen, um Innovationen schnell und flexibel in industrielle Anwendungen und unternehmerische Erfolge umzusetzen. Mittelfristig führt dies zu nachhaltiger Wertschöpfung, neuen Arbeitsplätzen und erhöht unserer internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Ich freue mich daher, diesen Prozess als Juryvorsitzender aktiv voranzutreiben.“

Momentan (Januar 2026) befinden sich die sieben Zukunftscluster der zweiten Wettbewerbsrund im Übergang in die zweite Umsetzungsphase. Die sieben Zukunftscluster der ersten Wettbewerbsrunde sind nach entsprechendem Votum der Jury und Entscheidung des BMFTR seit Ende 2024 sukzessive in die zweite Umsetzungsphase gestartet.

Jury

Liste der Jurymitglieder (Stand Februar 2026)