Die Rolle der Jury im Auswahlprozess

Die Jury spielt bereits zu Beginn der Initiative eine wichtige Rolle, indem sie Empfehlungen für das BMBF ausspricht, welche Wettbewerbsskizzen aussagekräftig genug für ein Weiterkommen in die Konzeptionsphase sind. Darüber hinaus beginnt nach der Konzeptionsphase für die ausgewählten Finalisten der Auswahlprozess, in welcher am Ende die finalen Zukunftscluster ausgewählt werden. Auch hier spielt die Jury eine entscheidende Rolle.

Die Jury 

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat eine unabhängige Jury mit namhaften Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft berufen, um den Auswahlprozess im Rahmen der Zukunftscluster-Initiative über das gesamte wettbewerbliche Verfahren zu begleiten. Die 14-köpfige Jury soll solche Kandidaten identifizieren, die mit Blick auf die in der zugrundeliegenden Förderrichtlinie beschriebenen Kriterien die überzeugendsten Ideen, Konzepte und Strategien für ein Zukunftscluster vorlegen. Für die vielversprechendsten Beiträge spricht die Jury eine Förderempfehlung aus.

Mehrköpfige Gruppe sitzt im Sonnenuntergang in einem gläsernen Besprechungsraum
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Der Wettbewerb ist themenoffen gestaltet und adressiert insbesondere die in der Hightech-Strategie 2025 formulierten Handlungsfelder. Die Jury-Mitglieder decken daher eine große Bandbreite von Themen ab: Wirtschaft, Naturwissenschaften, Informatik, Ingenieurswissenschaften, Umweltwissenschaften und Soziologie. Den Vorsitz der Jury teilen sich Frau Prof. Dr. Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Universität Frankfurt, und Herr Prof. Dr. Dr. Andreas Barner, Vorsitzender des Stifterverbandes. Auch für die Jury ist der Auswahlprozess eine besondere Aufgabe. Gemeinsam mit den Zukunftsclustern wollen sie wichtige Impulse für Deutschland setzen.

„Mit der Zukunftscluster-Initiative hat das BMBF eine neue große Clusterinitiative ins Leben gerufen. Der im Jahr 2017 zu Ende gegangene Spitzencluster-Wettbewerb hat eindrucksvoll gezeigt, welches immense Innovationspotential in den einzelnen Clustern erschlossen werden kann und so ganze Regionen nachhaltig stärkt. Mit dem nun gestarteten Wettbewerb um die Zukunftscluster wird eine neue Generation regionaler Innovationsnetzwerke aufgebaut. So sollen aus den vielversprechendsten Forschungsergebnissen von heute die Spitzencluster von morgen entstehen. Diesen Prozess mitzugestalten ist eine verantwortungsvolle und sehr spannende Aufgabe, die wir alle als Jury gemeinsam mit viel Freude angehen.“

Prof. Dr. Dr. Andreas Barner, Juryvorsitzender

Bis zu sieben Wettbewerbsbeiträge werden als Zukunftscluster gefördert

In jeder Wettbewerbsrunde empfiehlt die Jury dem BMBF aus allen Einreichungen zunächst etwa 15 herausragende Beiträge zur Förderung im Rahmen einer sechsmonatigen initialen Konzeptionsphase. Diese bietet den Zukunftscluster-Anwärtern die Gelegenheit, ihre Strategie und ihr Zukunftsbild sowie ihre zugehörigen Projektbeschreibungen für eine erste Umsetzungsphase konkret auszuarbeiten und zu vertiefen. Am Ende der Konzeptionsphase präsentieren sie sich damit der Jury. Basierend auf den eingereichten Strategien und Projektvorschlägen, den bei Bedarf einbezogenen Fachgutachten und der finalen Präsentation trifft die Zukunftscluster-Jury eine Entscheidung und spricht eine Förderempfehlung für bis zu sieben Zukunftscluster aus, die dann in die erste geförderte Umsetzungsphase starten können.

Kontinuierliche Begleitung durch Jury

Als unabhängiges Gremium ist die Jury aber nicht nur mit ihren Auswahlempfehlungen vor Beginn der ersten Umsetzungsphase an den Entscheidungsprozessen in allen Wettbewerbsrunden beteiligt. Die Jury begleitet auch die Entwicklung der Zukunftscluster in den einzelnen Umsetzungshasen kontinuierlich über den gesamten Förderzeitraum von bis zu neun Jahren. Vor Beginn jeder neuen Umsetzungsphase gilt es, die Jury erneut mit den erzielten Arbeitsfortschritten vom Potential und Erfolg der Zukunftscluster zu überzeugen und so eine Empfehlung für eine weitere Förderung zu erhalten.

Eine vollständige Liste der Jurymitglieder finden Sie unter diesem Link zum Download.

„Die zunehmende Dynamik in Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationaktivitäten stellt auch Deutschland vor die Herausforderung, schneller als bisher Innovationszyklen zu durchlaufen und auf zukunftsweisende Themenfelder zu setzen. Schaut man auf die bisherige Resonanz und die beindruckende Anzahl von 137 zukunftsträchtigen Beiträgen der ersten Wettbewerbsrunde, so scheint die Zukunftscluster-Initiative bereits jetzt einen ersten positiven Impuls für das deutsche Innovationssystem ausgelöst zu haben. Vor diesem Hintergrund bereitet es große Freude, die vielseitigen Wettbewerbseinreichungen der Zukunftscluster-Initiative zu begutachten und durch die Diskussion im Gremium gemeinsam herausragende Beiträge zu identifizieren. Die in der ersten Wettbewerbsrunde ausgewählten 16 Zukunftscluster-Anwärter basieren auf exzellenter Forschung und setzen wichtige Impulse für das Deutschland der Zukunft.“

Prof. Dr. Birgitta Wolff, Juryvorsitzende

Aktueller Stand

Für die erste Wettbewerbsrunde hat die Jury aus 137 eingegangenen Wettbewerbsbeiträgen 16 Beiträge ausgewählt und dem BMBF für eine Förderung als Zukunftscluster-Anwärter empfohlen. Diese konnten im Mai 2020 mit der vom BMBF geförderten Konzeptionsphase starten. Sie hatten bis zum 2. November 2020 die Gelegenheit, gemeinsam mit ihren Partnern ein tragfähiges, strategiegeleitetes Konzept und darin eingebettete Projektideen zu entwickeln. Die Themen der ersten Wettbewerbsrunde reichen dabei von Alternsforschung bis zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Meere. Nun beginnt die Auswahlphase, in welcher zu Beginn 2021 die finalen Zukunftscluster ausgewählt werden. Die Jury spielt dabei wieder eine schlagkräftige Rolle, denn sie spricht eine Empfehlung für das BMBF. Parallel beginnt am 16. November 2020 die zweite Wettbewerbsrunde und neue Wettbewerbsskizzen können eingehen.