21.07.2026 NeuroSys, SEMECO, ThWIC
Drei Zukunftscluster bei Silicon Saxony Days
Mit SEMECO, NeuroSys und ThWIC haben gleich drei Zukunftscluster in diesem Jahr die Silicon Saxony Days besucht. Alle drei nutzten die Messe für intensiven Austausch und knüpften neue Kontakte.
Sachsens Mikroelektronik- und Softwareindustrie wächst kontinuierlich und gehört zu den wichtigsten Wachstumsmotoren des Freistaates. Die Region profitiert dabei von einer besonderen Kombination aus industrieller Fertigungskompetenz, exzellenter Forschung, wachsender Softwareexpertise und internationaler Vernetzung. Die Silicon Saxony Days 2026 machten diese Stärke erneut sichtbar: Mehr als 2.000 Expertinnen und Experten, 35 vertretene Nationen und über 80 Start-ups verwandelten den Dresdner Flughafen in einen zentralen Treffpunkt der internationalen Mikroelektronik- und Hightech-Community. Dabei fungieren die Silicon Saxony Days nicht nur als reine Fachmesse: Sie schaffen eine Verbindung zwischen globalen Halbleiterherstellern und mittelständischer Zuliefererindustrie, Softwareunternehmen und namhaften Forschungseinrichtungen. Der Standort „Silicon Saxony“ ist der führende Mikroelektronik-Standort in Europa. Rund jeder dritte in der EU produzierte Chip wird hier gefertigt.
SEMECO nutzt Messe für Austausch mit Politik, Wirtschaft und internationalen Delegationen
Am Stand des Zukunftsclusters SEMECO waren Partner aus Forschung, Industrie und Anwendung vertreten. Ausgewählte Projekte stellten Prototypen vor und gaben Einblicke in aktuelle Entwicklungen. Gemeinsam zeigten die Projektpartner, wie vielfältig sichere medizinische Mikrosysteme gedacht und umgesetzt werden können, von vertrauenswürdiger Konnektivität und neuen Technologien zur Datenübertragung über intelligente Sensorplattformen bis hin zu Anwendungen für Patientensicherheit, klinische Prozesse und moderne Bildgebung.
Zu den Besucherinnen und Besuchern am SEMECO-Stand zählten unter anderem Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, Staatssekretär Sebastian Scheel vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz sowie Delegationen aus den Niederlanden und Flandern. Vor allem letztere unterstrichen die europäische Dimension der Veranstaltung und ermöglichten Anknüpfungspunkte für zukünftige Gespräche.
NeuroSys präsentiert sich als wachsendes Ökosystem
Der Zukunftscluster NeuroSys nutzte die Silicon Saxony Days, um sein marktorientiertes Innovationsökosystem vorzustellen und seine Forschungserfolge einem breiten Fachpublikum zu präsentieren. Die Präsenz des Clusters unterstrich dabei die Verbindung zwischen Dresden und Aachen und verdeutlichte, inwiefern NeuroSys hilft, Importabhängigkeiten zu reduzieren und so einen Beitrag zur technologischen Souveränität Deutschlands leistet.
NeuroSys-Sprecher Prof. Max Lemme gab in einer Keynote Einblicke in die Forschungsarbeit des Zukunftsclustersund zeigte das enorme Potenzial neuromorpher Hardware für die Zukunft auf. „Neuromorph“ bezeichnet elektronische Schaltkreise und Computerchips, deren Aufbau und Funktionsweise sich am biologischen Vorbild des menschlichen Gehirns orientieren. Als strategische Partnerin von NeuroSys, und seit diesem Jahr auch Mitglied von Silicon Saxony, brachte die AMO GmbH ihre Expertise im Bereich 2D-Materialien und memristiver Bauelemente (spezielle Elemente für Computerchips) ein. Die Präsentation unterstrich dieenge Verzahnung der Clusterarbeit mit industrienaher Forschung und zeigte, wie das NeuroSys-Ökosystem durch solche Partnerschaften stetig wächst und an Profil gewinnt.
ThWIC betont Bedeutung von Wasser als Schlüsselressource für die Halbleiterproduktion
Auch der Thüringer Wasser-Innovationscluster (ThWIC) war vor Ort vertreten. Für den Zukunftscluster ThWIC waren die Silicon Saxony Days eine wertvolle Gelegenheit, sich mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen entlang der gesamten Halbleiter-Wertschöpfungskette auszutauschen und neue Kontakte für zukünftige Kooperationen zu knüpfen. Die Gespräche machten deutlich, dass Wasser eine Schlüsselressource für die Mikroelektronik- und Halbleiterindustrie ist. Ob bei der Herstellung von Halbleitern, in der Reinraumtechnik oder bei der Aufbereitung und Kreislaufführung von Prozesswasser – innovative Wassertechnologien können einen wesentlichen Beitrag für leistungsfähige und nachhaltige Produktionsprozesse leisten. Gleichzeitig gewinnen digitale Lösungen, Sensorik und Automatisierung zunehmend an Bedeutung, um Wasser effizient einzusetzen und Ressourcen zu schonen.
Für ThWIC boten die Veranstaltung Anknüpfungspunkte für den Wissens- und Technologietransfer. Die Veranstaltung verdeutlichte, dass die enge Verknüpfung von Wasser-, Energie- und Digitalisierungstechnologien entscheidend ist, um die Wettbewerbsfähigkeit industrieller Standorte langfristig zu sichern und nachhaltige Wertschöpfung zu ermöglichen.
Der Austausch verschiedener Player aus Wissenschaft und Wirtschaft ist ein zentraler Aspekt der vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderten Zukunftscluster-Initiative, zur der SEMECO, NeuroSys und ThWIC gehören.