09.03.2026 curATime
curAMeet 2026: Austausch und Impulse im Zukunftscluster curATime
Zur diesjährigen Clusterkonferenz des Zukunftsclusters curATime kamen über 110 Teilnehmende zusammen. Die curAMeet stand am 24. Februar unter dem Motto „Meet & Connect“ stand in diesem Jahr erstmals auch externen Gästen offen.
Clemens Hoch, Minister für Wissenschaft und Gesundheit des Landes Rheinland‑Pfalz, eröffnete die Konferenz mit einem Grußwort. Er würdigte die erfolgreiche Bewilligung der zweiten Umsetzungsphase durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) und betonte die Bedeutung des Zukunftsclusters für Innovation und translationale Forschung. Mehrere wissenschaftliche Vorträge zeigten die Bandbreite der Themen, mit denen sich curATime beschäftigt: Prof. Fu Siong Ng vom Imperial College London erläuterte, wie künstliche Intelligenz (KI) mit klinischer Forschung verknüpft werden kann. Prof. Joost Sluijter vom University Medical Center Utrecht präsentierte neue Ansätze zur Regeneration des Herzens nach einem Infarkt. Prof. Klaus Ley von der Augusta University (USA) gab Einblicke in Autoimmunmechanismen bei Atherosklerose, einer chronischen Erkrankung, bei der sich unter anderem Fett und Kalk und andere Substanzen in den Arterienwänden ablagern. Das führt zu Verengungen und ist eine häufige Ursache unter anderem für Herzinfarkte oder Schlaganfälle.
Cross-Clustering und Gamification
Ein Höhepunkt der Konferenz war der Vortrag von Prof. Aimo Kannt, der einen Überblick über sogenannte Proximity Drugs („Nähe‑Wirkstoffe“) und deren Potenzial im Zukunftscluster PROXIDRUGS bot. Sein Beitrag fand im Rahmen der Cross‑Clustering‑Aktivitäten zwischen den beiden Zukunftsclustern curATime und PROXIDRUGS statt. Mit einem Impulsvortrag außerhalb des klassischen curATime‑Forschungsspektrums eröffnete Philipp Busch von der Mind Games GmbH – seit der zweiten Förderphase aktiver curATime‑Partner – neue Perspektiven auf Gamification und Serious Games und zeigte deren mögliche Anwendungen in der Wissenschaft und darüber hinaus. Diese Ansätze sind für den Zukunftscluster curATime bei der möglichen Entwicklung einer App spannend. Diese soll Daten aus Wearables einerseits für Ärztinnen und Ärzte nutzbar machen. Gleichzeitig sollen sie die Möglichkeit haben, ihren Patientinnen und Patienten mittels der App Vorschläge für präventives Verhalten spielerisch zu vermitteln. Damit würde die App auch Patientinnen und Patienten einen Mehrwert bieten.
Ergänzend präsentierten der Zukunftscluster und seine Mitglieder Fortschritte in laufenden Projekten. Besonders hervorzuheben war das Update des Projektes curAIntervent, das an lokoregionalen RNA‑Immuntherapien zur gezielten Behandlung atherothrombotischer Prozesse arbeitet. Die Forschenden untersuchen, wie RNA-Zellen lokal aktiviert werden, um entstehende Blutgerinnsel in durch Atherosklerose verengten Gefäßen aufzulösen.
Die curAMeet-Gäste nutzten die Pausen intensiv, um Kontakte zu knüpfen, sich über laufende Aktivitäten auszutauschen und neue Kooperationsmöglichkeiten auszuloten. Für Michael Molitor, Projektleiter bei curATime, ein echter Gewinn: „curAMeet war für mich eine großartige Erfahrung, insbesondere der interdisziplinäre Austausch zwischen biomedizinischer Forschung und KI‑Wissenschaft. Die Veranstaltung bot eine einzigartige Plattform für Innovation, Vernetzung und wissenschaftlichen Fortschritt im Rahmen von curATime.“ Die Konferenz stärkte das interdisziplinäre Netzwerk von curATime, sie förderte den Austausch und damit die Chance, gemeinsam Innovationsimpulse zu setzen. Ziele, die das BMFTR mit der Zukunftscluster‑Initiative insgesamt verfolgt.