28.11.2025 SaxoCell
Großer Andrang beim SaxoCell-Patiententag
Beim Informationstag Krebs des Universitätsklinikums Leipzig Mitte November hat sich der Zukunftscluster SaxoCell mit einem eigenen Patiententag präsentiert. Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich über neue, in Sachsen entwickelte Therapieansätze zu informieren, die insbesondere Patientinnen und Patienten mit Blutkrebserkrankungen bereits heute zugutekommen.
Vertreterinnen und Vertreter des Zukunftsclusters SaxoCell führten intensive Gespräche, beantworteten Fragen und gaben Einblicke in aktuelle Entwicklungen neuartiger Therapieformen für vor allem Blutkrebserkrankungen – der Zell- und Gentherapie. Thematisiert wurde unter anderem die Zugänglichkeit dieser Therapien, da sie bislang in der Regel erst nach einer standardisierten Chemotherapie von den Krankenkassen übernommen werden. Das große Interesse der Gäste zeigte, wie wichtig verständliche Informationen über moderne Behandlungsoptionen sind.
Einen besonders persönlichen Akzent setzte der Autor und ehemalige Krebspatient Stefan Schwarz, der an diesem Tag aus seinem Buch Bis ins Mark las. Ruhig, eindringlich und mit etwas Selbstironie schilderte er seine Erfahrungen während der Behandlung am Universitätsklinikum Leipzig. Fachlich wurde die Veranstaltung durch zwei Vorträge aus dem Universitätsklinikum Leipzig ergänzt: Professor Ulrich Hacker vom Universitären Krebszentrum gab einen verständlichen Überblick zur personalisierten Krebsmedizin und erläuterte, wie genetische Tumoranalysen dazu beitragen können, Therapien gezielt auf einzelne Patientinnen und Patienten abzustimmen. Er betonte dabei, dass „moderne Krebsmedizin heute immer weniger nach dem Prinzip one size fits all funktioniert, sondern individuelle biologische Unterschiede berücksichtigt“.
Dr. Vladan Vucinic präsentierte anschließend die neuesten Entwicklungen innovativer Zelltherapien sowie aktuelle Fortschritte im Zukunftscluster SaxoCell. Anhand laufender Projekte zeigte er, wie Forschungseinrichtungen, Kliniken und Industriepartner gemeinsam daran arbeiten, neue Zelltherapien aus dem Labor in die klinische Anwendung zu überführen. So wurden am Universitätsklinikum Leipzig bisher knapp 300-mal eine Krebserkrankung mithilfe von CAR-T-Zellen therapiert. Besonders deutlich wurde dabei, wie wichtig regionale Netzwerke sind, um wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in konkrete Therapiekonzepte zu übersetzen.
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt unterstützt SaxoCell im Rahmen der Zukunftscluster-Initiative. Ein wichtiges Anliegen der Initiative ist es, dass Wissenschaft und Gesellschaft miteinander in Kontakt kommen.